Sneak Review: "No Country For Old Men"
No Country For Old Men - [ imdb ]
Regie: Ethan und Joel Coen
Ein seltsamer Film. Ich hab das Gefühl etwas wirklich großartiges gesehen zu haben, ohne es wirklich in Worte fassen zu können. Die Coen Brüder melden sich eindrucksvoll zurück, halten sich dabei aber kaum an filmische Konventionen. Es gibt keinen üblichen Spannungsbogen, keine Szene wirkt als wäre sie zur Unterhaltung der Zuschauer gedreht, alles ist genau so wie vom Regisseur gewollt, keine Kompromisse. Handwerklich perfekt gemacht schreitet der Film mit derselben kalten Konsequenz fort wie der Killer den er präsentiert, atemberaubend gespielt von Javier Bardem.
Vielleicht lag es am starken texanischen Akzent, vielleicht am sehr plötzlichen Ende, aber ich muss jetzt und sicher noch die nächsten Tage darüber grübeln und habe das Gefühl etwas wichtiges verpasst zu haben und das Bedürfnis den Film wieder zu sehen.
Vielleicht ist es das was einen großen Film ausmacht, dass er einen auch noch lange danach zum Nachdenken anregt, wogegen man andere Filme allzu schnell wieder vergisst.
Es ist sicher kein allgemein zugängliches Werk, aber für mich zumindest war es der große Auftakt zum Filmjahr 2008.
Eine solide 9/10 (mit Potential nach oben, wenn ich mir vollends über den Film im Klaren bin =)
