Review: "Iron Man"

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Iron Man - Poster

"Mr. Stark, you've been called the Da Vinci of our time; what do you say to that?"
- "Absolutely ridiculous, I don't paint."
"What do you say to your other nickname, the 'Merchant of Death'?"
- "That's not bad."

Iron Man - [ imdb ]

Regie: Jon Favreau ("Zathura", "Made")

Mal wieder eine Comic-Verfilmung aus dem Hause Marvel und mal wieder ist die Story gewohnt bescheuert und abwegig. Anders als viele plumpe Superheldenfilme der letzten Jahre, die blindlings von einem Klischee ins andere tappen, versucht "Iron Man" allerdings gar nicht erst die Schwächen der Vorlage zu überdecken sondern nimmt sich mit einer Riesenportion Selbstironie und flotten One-Linern so wenig ernst dass man dem Film fast alle Schnitzer verzeihen kann.
Robert Downey Jr. ist zudem in der Form seines Lebens und verkörpert den Ingenieur und Playboy (interessante Kombination) Tony Stark vortrefflich. Auch verzichtet Jon Favreau glücklicherweise auf gezwungene Moralpredigten und überschwenglichen Pathos. Er inszeniert die Story trotz des Bezugs zu brisanten weltpolitischen Ereignissen (Taliban, Afghanistan, Rüstungsindustrie, etc.) als geradlinigen Unterhaltungsfilm und dieses Konzept geht voll auf.
So verzeiht man dem Film auch die völlig übertriebene Endschlacht und den wenig charismatischen Bösewicht, da Downey Jr. den Rest des Casts problemlos an die Wand spielt und Kollegen wie Tobey Maguire oder die lächerlichen Fantastic Four absolut alt aussehen lässt.

Endlich wieder eine wirklich gelungene Comic-Verfilmung, die diesen Sommer wohl nur noch von "The Dark Knight" getoppt wird.
Von mir gibts solide 8/10